BAFA fordert Nachweis des Energieaudits

Stichprobenkontrolle hat begonnen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat im ersten Quartal 2016 mit der Prüfung zur Umsetzung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) begonnen. Seitdem werden Unternehmen angeschrieben und zum Nachweis aufgefordert, inwieweit sie der Energieauditpflicht nachgekommen sind.

Sofern Sie zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet sind, musste dieses erstmalig bis zum 05.12.2015 abgeschlossen sein.
Das Energieaudit muss alle vier Jahre wiederholt werden, dementsprechend ist das Folgeaudit bis spätestens zum 05.12.2019 abzuschließen.

Führen Sie das Energieaudit auch durch, wenn die ursprüngliche Frist (05.12.2015) bereits abgelaufen ist.

Wir raten das Energieaudit auch dann durchzuführen, wenn die ursprüngliche Frist (05.12.2015)  schon länger verstrichen ist, da das BAFA auch rückwirkend kontrolliert und für die erste Auditperiode ein Bericht vorzuhalten ist.

Auditpflichtig und nun vom BAFA zum Nachweis aufgefordert?

Bisher räumt das BAFA den Unternehmen einen Zeitraum von 4 Wochen ein, um die erforderlichen Nachweise im Portal des Bundesamtes hochzuladen.

Handeln sie zügig. Wenn Sie der Auditpflicht nicht nachkommen, drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro.

Je nach Größe Ihres Unternehmens schaffen wir es, das Energieaudit innerhalb der 4-Wochen-Frist des BAFA durchzuführen.

 

Ob hierdurch eine mögliche Bußgeldzahlung vermieden werden kann, können wir jedoch nicht garantieren.

„Das BAFA hat bei der Verhängung von Bußgeldern pflichtgemäßes Ermessen.“

so das Zitat aus dem FAQ-Bereich von der Seite des Bundesamtes. Es ist jedoch anzunehmen, dass der Ermessungsspielraum des BAFA geringer wird, je weiter man sich vom Stichtag des 05.12.2015 entfernt.

Ein Bußgeld befreit nicht von der Durchführung des Audits. Es können auch mehrere Bußgeldbescheide verhängt werden.

Für den Nachweis hat das BAFA ein Formular Nachweis über die Durchführung eines Energieaudits auf der Homepage des Bundesamtes eingestellt. Dieses ist nach Aufforderung innerhalb von 4 Wochen zusammen mit dem Auditbericht hochzuladen.

Unsere Kunden erhalten das vorausgefüllte Formular im Abschlussgespräch zusammen mit dem Auditbericht.

Welche Unternehmen müssen ein Energieaudit durchführen?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind nicht zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet. Falls Sie zu der Gruppe der KMU gehören, müssen Sie eine entsprechende Erklärung gegenüber dem BAFA abgeben.

Ob Sie ein KMU oder großes Unternehmen sind, erfahren Sie hier.

Große Unternehmen – Pflicht zum Energieaudit

Energieaudit-Pflicht für große Unternehmen

Seit der Gesetzesnovelle des EDL-G im April 2015 müssen große Unternehmen regelmäßig ein Energieaudit durchführen. Doch ab wann wird man als „groß“ eingestuft?

Unter die Bezeichnung „groß“ fallen alle Betriebe, die folgende Kriterien überschreiten:

  • 250 oder mehr Mitarbeiter oder
  • Jahresumsatz größer 50 Millionen Euro und
  • Bilanzsumme größer als 42 Millionen Euro.

Für die Ermittlung der Mitarbeiterzahl werden Teilzeitstellen anteilig gerechnet. Wenn Sie alle drei Kriterien überschreiten, ist Ihr Unternehmen natürlich ebenfalls als „groß“ einzustufen.

Prüfung des KMU-Status für Unternehmen
Struktogramm zur Prüfung des KMU-Status

Entsprechendes gilt umgekehrt für die KMU Einstufung: die Einhaltung der Mitarbeiterzahl ist bindend. Bei Jahresumsatz und Bilanzsumme können Sie durchaus eines der beiden Kriterien überschreiten: Sie haben ein Wahlrecht welches Sie zur KMU Einstufung nutzen.

Die Ermittlung, ob man als groß oder als KMU (klein- und mittelständisch) zu bewerten ist, erfolgt anhand der KMU-Empfehlung der EU.

Die EU hat hierzu einen recht guten „Benutzerleitfaden zur Definition von KMU“ erstellt, welcher auch beim BAFA als Download zur Verfügung steht.

Diese, im Prinzip recht einfache Eingrenzung kann jedoch zu einigem Kopfzerbrechen führen. Es gibt leider weitere Fallstricke…

Partner- und verbundene Unternehmen sind zu berücksichtigen

Bei der Abgrenzung sind die Personen-, Jahresumsatz- und Bilanzzahlen von Partnerunternehmen anteilig und von verbundenen Unternehmen vollständig zu berücksichtigen.

  • > 25 % – 50 % Anteil: Partnerunternehmen
  • > 50 % – 100 % Anteil: verbundes Unternehmen

Dadurch sind sehr viele Betriebe, deren Mitarbeiterzahlen, Bilanzsumme oder Jahresumsatz deutlich unter den obigen Grenzen liegen, durch die Berücksichtigung der Partner- und verbundenen Unternehmen doch verpflichtet ein Energieaudit durchzufühen. Denn durch den Verbund sind die Personen-, Jahresumsatz- und Bilanzzahlen des Konzerns mit einzurechnen.

Unsere Grafik veranschaulicht die Vorgehensweise im Bewertungsprozess.

Ermittlung des KMU-Status für Unternehmen
Partnerunternehmen und verbundene Unternehmen sind in der Ermittlung des KMU-Status zu berücksichtigen

Zur Bestimmung des KMU-Status von Betrieb A sind die Anteile von B, C und E jeweils anteilig und von D vollständig mit anzurechnen. Bei einer Kette von Partnerunternehmen ist jeweils nur das Erste zu berücksichten. Die Beziehung von E zu F entfällt in der Berechnung.

In dem Leitfaden der EU werden verschiedene Szenarien von Unternehmensverbünden beschrieben. Allgemeine Informationen zur Bestimmung der Grenzwerte sowie Erläuterung von Spezialfällen werden dort ebenfalls ausführlich beschrieben.

Seit dem ersten Quartal 2016 hat das BAFA mit der Stichprobenkontrolle begonnen. Unternehmen werden aufgefordert, nachzuweisen inwieweit sie der Auditpflicht unterliegen und dieser nachgekommen sind. Was zu tun ist, wenn Sie angeschrieben werden, erfahren Sie hier.

Bei Fragen zur KMU-Einstufung und zur Prüfung ihrer Unternehmenssituation stehen wir gerne als Partner zur Verfügung. Diesen Service bieten wir Ihnen kostenfrei an.

 

 

Wie wird ein Energieaudit durchgeführt?

Energieaudit nach Norm

Der Ablauf und die Anforderungen für ein Energieaudit sind klar definiert und, wie in Deutschland nicht anders zu erwarten, anhand einer Norm strukturiert: der DIN EN 16247-1.

Diese Norm mit dem Titel „Energieaudits – Teil 1: Allgemeine Anforderungen“  ist die Grundlage für ein Energieaudit wie es im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) gefordert ist. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Unternehmen hochwertige Ergebnisse aus dem Energieaudit erhalten.

7 Schritte zum Energieaudit

Zur Durchführung eines Energieaudits sind insgesamt 7 Schritte zu durchlaufen:

  1. Einleitender Kontakt
  2. Auftaktbesprechung
  3. Datenerfassung
  4. Außeneinsatz
  5. Analyse
  6. Bericht
  7. Abschlussbesprechung

Einer der aufwändigsten Punkte ist Nummer 3 – Datenerfassung. Denn ein Ziel des Audits ist es, den kompletten Energieverbrauch des Unternehmens auf die jeweiligen Prozesse und Anlagen aufzuschlüsseln.

Hierzu ist eine Erfassung aller maßgeblichen Vebraucher je Energieträger notwendig. Neben der Aufnahme der einzelenen Maschinen sind unter anderem auch Angaben zur mittleren Leistung und Jahreslaufzeit zu erfassen.

Ablauf eines Energieaudits
Ablauf eines Energieaudits inklusive detailierter Darstellung der Tätigkeiten

Dies ist, je nach Größe des Unternehmens, sehr zeitaufwendig. Natürlich unterstützen wir Sie bei der Erfassung nach ihrem Bedarf.

Unsere Energieauditoren haben Unternehmen in den verschiedensten Branchen auditiert und verfügen daher über viel Erfahrung und Routine. Aufgrund der vielen durchgeführten Energieaudits können wir die Verbrauchererfassung effektiv und kostengünstig übernehmen. Zudem kann somit ein Energieaudit auch deutlich beschleunigt werden, da weniger Abstimmungsbedarf notwedig ist.

Auf qualifizierte Beratung achten

Achten Sie immer darauf, dass der von Ihnen beauftragte Auditor ausreichend qualifiziert und unabhängig ist.

Im Falle eines externen Beraters sollten Sie darauf achten, dass dieser in der Energieauditorenliste des BAFA gelistet ist. Denn Sie müssen die Beraternummer des externen Energieauditors beim Nachweis des Audits im BAFA-Portal angeben. Hierdurch wird sichergestellt, dass der Auditor die nötige Fachkunde bereits nachgewiesen hat.

Unsere Auditoren verfügen über die nötige Qualifikation und sind für Energieaudits beim BAFA anerkannt. Selbstverständlich finden Sie uns auch in der Energieauditoren-Liste.

Durch die vielseitige Branchenerfahrung unserer Auditoren, können wir die Audits zielgerichtet und effektiv planen und durchführen. Dies erspart Ihnen Aufwand und reduziert die Kosten.

 

Wie hoch sind die Kosten für ein Energieaudit?

Was kostet ein Energieaudit?

Es fällt schwer, im Internet eine Aussage über die Kosten eines Energieaudits zu finden. Zugegebenermaßen ist eine Kalkulation ohne Kenntnis des zu auditierenden Unternehmens allerdings auch nicht möglich. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine grobe Übersicht der zu erwartenden Kosten und der beeinflussenden Faktoren geben.

Die Komplexität der Unternehmens- oder Produktionsstruktur ist ein entscheidender Faktor. Ein produzierendes Unternehmen kann bespielsweise nicht einfach mit einer Versicherung, die im Wesentlichen nur über Büroräumlichkeiten verfügt, vergleichen werden.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt, in welchen Kostenbereichen sich die Durchführung eines Energieaudits typischerweise bewegt:

  • 3.000 € – 5.000 € für Unternehmen mit einem Standort und niedriger Komplexität, z.B. Dienstleistungs- oder Handelsunternehmen
  • 5.000 € – 7.000 € für Unternehmen mit 1 – 5 Standorten und/oder mittlerer Komplexität, z.B. kleinere produzierende Unternehmen
  • 7.000 € – 10.000 € für Unternehmen mit mehr als 5 Standorten und/oder mittlerer Komplexität, z.B. produzierende Unternehmen, Filialisten, Versicherungen
  • über 10.000 € für komplexe Unternehmen oder Unternehmen mit sehr vielen Standorten, z.B. Klinikverbände, Stadtwerke, Industriebetriebe, Filialisten, Banken

Gerne erstellen wir Ihnen ein kostenloses, unverbindliches Angebot

Was beeinflusst die Kosten für ein Energieaudit?

Die Kosten für ein qualitativ hochwertiges Energieaudit hängen, wie bereits geschildert, neben der Komplexität der Unternehmens- und Prozessstrukturen überwiegend von der Anzahl der zu auditierenden Standorte ab. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die Zahl der zu untersuchenden Standorte zu minimieren wenn sie sich ähnlich sind: das Multi-Site-Audit.

Das Multi-Site-Audit ermöglicht es, bei gleichen oder ähnlichen Standorten, lediglich einen Teil der Standorte zu auditieren. Hierdurch sparen Sie Zeit und Kosten im Auditprozess. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zusätzlich hängen die Kosten davon ab, ob und wie viele Messungen durchzuführen sind, oder ob die Datenaufnahme intern oder extern erfolgen soll. Als Unternehmen haben Sie überdies interne Kosten, vorwiegend in Form von Personalbindung für Datenerhebung und- Beschaffung sowie Begleitung der externen Auditoren.

Ihre Vorteile bei die-energieauditoren.de

Neben der fachgerechten Durchführung des Energieaudits durch unsere kompetenten, freundlichen Mitarbeiter sichern wir Ihnen folgende Punkte zu:

  • klar und fair kalkulierte Angebote
  • Kostensicherheit durch Festpreisangebote
  • Reisekosten inklusive

 

Darüber hinaus erhalten Sie als Ergebnis des Energieaudits konkrete Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten. In den meisten Fällen übersteigen die aufgedeckten, jährlichen Einsparpotentiale die Kosten des Energieaudits deutlich.